Das dunkle Schweigen: Denglers zweiter Fall
ヴォルフガング・ショルラウのゲオルク・デングラーもの第二作。戦後間もない契約書をめぐる依頼から、沈黙に覆われた過去の犯罪が明らかになる。
作品情報
家族の契約書から、戦後史の闇へ踏み込む政治犯罪小説。
Kiepenheuer & Witsch 系の原書として ISBN を確認。電子版や改版が複数あるが、受賞対象として紙書籍の ISBN を優先した。
レビュー要約
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史実とフィクションを結びつける構成が評価され、政治的な問題意識を持つ犯罪小説として読まれている。
書籍情報
- 出版社
- Kiepenheuer & Witsch GmbH
- 発売日
- 2005-12-01
- ページ数
- 336ページ
- 言語
- ドイツ語
- サイズ
- 12.5 x 1.83 x 19 cm
- ISBN-13
- 9783462036145
- ISBN-10
- 3462036149
- 価格
- 3207 JPY
- カテゴリ
- 洋書/Literature & Fiction/Genre Fiction/Horror
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レビュー
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Dengler historisch angehaucht
1945 wird über Bruchsal ein amerikanischer Bomberpilot abgeschossen und versteckt sich im Wald vor den Deutschen. Soweit der Beginn des Buches, doch was hat das mit dem neuen Fall von Georg Dengler zu tun? Er soll eine Erbschaftssache klären, 1947 verschenkte ein Mann sein Schlosshotel ohne Gegenleistung an einen Jungen im Ort, ohne dass es einen Grund dafür zu geben scheint. Die Enkel des ursprünglichen Hotelbesitzers wollen jetzt wissen was dahintersteckt. Doch jeder im Ort sagt Dengler das gleiche: „Lassen Sie die alten Sachen ruhen.“ Keiner will ihm erzählen, das damals passiert, das ganze Dorf scheint ein gemeinsames Geheimnis zu haben. Ausgerechnet eine Reise nach Chicago bringt Dengler auf die richtige Spur. Der zweite Band der Krimireihe von Wolfgang Schorlau knüpft sowohl inhaltlich als auch qualitativ nahtlos am ersten Band an. Wieder hat der Autor einen realen Anlass genommen, den er weitergesponnen hat. Einen abgestürzten Piloten über Bruchsal gab es wirklich, doch was ist mit ihm passiert? Es macht Spaß, mit Georg Dengler dieses alte Familiengeheimnis zu lösen, das Buch ist wieder spannend und gleichzeitig sehr unterhaltsam Dank Dengler und seinen Freunden Olga und Martin, dem Horoskopeschreiber, der eigentlich endlich einmal einen großartigen Krimi schreiben will. Die beiden sind einem schon im ersten Band ans Herz gewachsen und umso mehr freut man sich als Leser, dass sie wieder so aktiv dabei sein. Die Geschichte wird immer wieder in Zeitsprüngen erzählt, mal in der Gegenwart, mal 1945, doch das stört den kontinuierlichen Leseprozess an keiner Stelle. Flüssig geht die Geschichte voran, auch wenn man lange nicht weiß, wie die Geschichten von 1945 und heute verbunden sein sollen. Alles ist sehr logisch aufgebaut und nachvollziehbar, so dass das Lesen Spaß macht und man Dengler ohne ständiges Vor- und Zurückblättern einfach auf seine Ermittlung folgt. Wieder ein großartiges Buch von Wolfgang Schorlau, absolut empfehlenswert!
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Privatermittler Georg Dengler läuft sich warm
Wenn man die bislang erschienenen „Dengler-Fälle“ (neun an der Zahl) als Maßstab nimmt, so gehört dieser sicher eher zum unteren Drittel, was Aktualität, Nähe zu realen Ereignissen und auch Spannung betrifft. Nichtsdestoweniger ist es ein lesenswerter Krimi, der es schafft, trotz einiger Ausflüge in andere Aufträge, eine gewisse Grundspannung zu halten – fast bis zur letzten Seite. Immerhin. Wie gewohnt werden einige historische Splitter in Fiktion getränkt, ohne die historischen Bezüge allzu arg zu verbiegen. Auch wenn im vorliegenden Fall der Chicagoer Blues-Musiker Junior Wells, nicht nur einen fulminanten Auftritt bekommt, sondern auch noch einen Vater zur Seite gestellt bekommt, der im zweiten Weltkrieg mit seiner „P-51 Mustang“ abgeschossen wird und bis zum guten Schluss im Roman eine tragende Rolle spielt. Wenn schon zweiter Weltkrieg, dann dürfen auch einige Gräuel, wie die Behandlung von Juden und oppositionellen Politikern durch SS-Horden, nicht fehlen. Der Privatermittler hat sich in diesem Fall noch nicht vollständig von seiner Vergangenheit beim BKA lösen können. Dies betrifft auch die Rückblicke in seine familiären Verhältnisse, wobei ihm seine Freunde und auch seine Olga (inzwischen „altbekannt“) in gewohnter Weise zur Seite stehen. Es ist schon ein wenig auch fürs Gemüt. Kurz und knapp: Ein Ermittler, der sich warmläuft, ein Fall, der nicht uninteressant ist, und ein Ende, das überrascht.
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Denglers Reise in die braune Vergangenheit
Wolfgang Schorlaus Privatermittler "Dengler" erhält mit "Das dunkle Schweigen" seinen zweiten Fall. Zwei Handlungsebenen vereinen sich zum Ende des Buches. Wieder einmal ist dem Autor ein äußerst kurzweiliger Kriminalroman mit Lokalkolorit gelungen. Die meisten Protagonisten kennen wir Leser bereits aus dem ersten Teil "Die blaue Liste". Dengler, Olga, Martin Klein und der Kellner sind uns also vertraut. Der ehemalige Mitarbeiter des BKA und jetzige Privatdetektiv erhält einen zunächst recht einfach zu lösenden Auftrag. Der Klient, Robert Sternberg, wünscht die Klärung einer erbrechtlichen Angelegenheit. 1947 verschenkte sein Großvater notariell das Schlosshotel an Albert Roth. Man kann schon hier erahnen, dass es sich hierbei um Geister der braunen Vergangenheit handelt. Der Fall gestaltet sich allerdings sehr viel verzwickter als Dengler zu hoffen wagt. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht von der spannenden Geschichte verraten. Es sei allerdings gesagt, dass Dengler im Zuge seiner Ermittlungen das Glück erfährt, seinen Hero "Junior Wells" zu treffen. (Wo? Das soll hier auch verraten werden.) Jedenfalls war dieses Ereignis für mich eines der schönsten Momente des Buches. Zudem erhalten Denglers Ermittlungen durch dieses Treffen einen weiteren Schub. Der andere Handlungsstrang spielt im Jahre 1945 und befasst sich mit einem amerikanischen Piloten, dessen Kampfflugzeug über Deutschland abgeschossen wird. Wolfgang Schorlau greift in seinem Roman die Bestie im Menschen auf. Er handelt auch von Mitläufern, denen Mut und Courage fehlen, sich ehrenhaft und menschlich zu verhalten. Der Autor versteht es ein äußerst dunkles Kapitel der deutschen Vergangenheit mit seinem Privatdetektiven in unsere Zeit zu holen und dies geschieht auf sehr unterhaltsame Weise im Sinne von fesselnd. Wem "Die blaue Liste" gefiel, wird auch mit diesem Kriminalroman kurzweilige und zudem nachdenkliche Stunden erleben. Und wieder ist das Nachwort "Finden und erfinden" ein lohnender und informativer Abschluss der Geschichte. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.
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Besser als Denglers erster Fall
Weiterhin gefällt mir das ganze Setup. Dengler und seine Freunde sind einfach angenehme Menschen, von denen man gerne liest. Kurzweiliger geschrieben, als der erste Fall. Schöne Ausflüge in die Bluesszene und auch spanende geschichtliche Aspekte, die aber mitlaufen, ohne zu nerven oder belehrend zu wirken. Der Fall selbst hat, wie auch im ersten Dengler, wenig Wendungen, was ich als Schwäche einstufe. Außerdem gibt es noch einen total unwahrscheinlichen Zufall, der die zwei Handlungssträngen zusammenführt. Aber was soll's, es ist ein Roman und wer Junior Wells auferstehen lässt, der darf auch mal handlungstechnisch in die Trickkiste greifen. Ich jedenfalls bin jetzt Dengler-Fan und werde auch bei den nächsten Fällen mitfiebern.
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Dengler, der Mann, der die Frauen liebt
Erst vor kurzem hatte ich den ersten Roman von Schorlau, die blaue Liste gelesen und sehr gut gefunden. Also habe ich mir dann auch die weiteren Krimis mit Dengler als Privatermittler gekauft. Im 2. Band geht es um dunkle Geheimnisse aus den letzten Tagen des Krieges, das ist ganz spannend, aber z.B. Frau Bormann zeigt in ihrem als Krimi des Jahres ausgezeichnetem Buch , Wer das Schweigen bricht, wie man es besser machen kann. Das dunkle Schweigen ist zwar recht kurzweilig, teilweise aber auch überdreht und unglaubwürdig. Dengler muss in diesem Buch verkraften, dass eine Klientin aus dem ersten Buch, mit der er eine Affäre hat, ihn verlässt, er lässt sich dann aber auch gleich auf einem Amerikatrip von einer schönen Schwarzen verführen und Olga, seine Nachbarin, findet er auch attraktiv. Insgesamt kurzweiliger Roman um ein praktisch in den letzten Kriegstagen verschenktes Hotel, das 60 Jahre nach dem Krieg die Enkel, weil in Geldnot, wiederhaben wollen. Bei der Suche nach den Gründen für die damalige Schenkung stösst Dengler auf eine Mauer des Schweigens, dass er dann aber den Schlüssel zur Geschichte anlässlich seines Amerikaaufenthaltes findet, ist ziemlich dick aufgetragen und wenig glaubwürdig. Insgesamt recht interessante Geschichte, flott erzählt, aber lange nicht so gut wie der Erstling. Der Autor ist immer noch nach der Suche für die passenden Charakterzüge seines Helden, Private eye Dengler, Ex-BKA-Mann.