Die Hoehle der Loewin. Kriminalroman
女性刑事イナ・ヘンケルを中心に、過去の殺人と脱走事件が新たな捜査を呼び込むドイツ語圏の犯罪小説。心理描写を重視し、加害者と捜査側の距離を緊張感のある構図で描いている。
作品情報
逃亡した女性の影を追う捜査が、過去の事件の奥へ踏み込んでいく。
女性刑事イナ・ヘンケルを中心に、過去の殺人と脱走事件が新たな捜査を呼び込むドイツ語圏の犯罪小説。心理描写を重視し、加害者と捜査側の距離を緊張感のある構図で描いている。 作品の核にある葛藤を、受賞作としての読みどころが伝わるようにまとめた。
レビュー要約
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読者からは、設定の明快さと登場人物の関係が読みやすいという反応がある。一方で、ジャンルの約束事を強く意識した展開は好みが分かれる。
書籍情報
- 出版社
- Piper Verlag GmbH
- 発売日
- 2005-08-01
- ページ数
- 333ページ
- 言語
- ドイツ語
- ISBN-13
- 9783492270960
- ISBN-10
- 3492270964
Amazon.co.jp: Die Hoehle der Loewin. Kriminalroman : Paprotta, Astrid: 本
レビュー
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Auf der Suche...
Ina Henkel, eine Kommissarin der Mordkommission, sucht nach einer aus dem Gefängnis geflohenen Mörderin. Im Verlauf der Geschichte kommt noch die Suche nach einem Kind hinzu, die Suche nach Halt und Orientierung, nach einem neuen Job, nach Nähe ohne Einengung und die Suche nach sich selbst sowie einem Lebenssinn Auch die Entflohene sucht: nach Ruhe, nach einer Identität, dem Abschluss ihrer Vergangenheit, einer sicheren Zukunft in Freiheit. Die Liste der Suchenden in dieser Geschichte könnte man noch eine Weile fortsetzen. Manche kommen am Ende ihrem Ziel ein Stück näher, die anderen müssen den Weg weitergehen, weil das Erreichte erstmal nur einen Zwischenhalt darstellt, um Kraft zu tanken für den Rest der Strecke. "Die Höhle der Löwin" ist, betrachtet man die gesamte Bandbreite des Krimi-Genres, bezüglich Struktur und Erzählweise am äußeren Gattungsrand angesiedelt und hat ein Bein schon zur Hälfte in der Erzählung. Die Geschehnisse, die Action, treten deutlich hinter die Perspektive und Wahrnehmung der Protagonisten zurück. Das Hauptaugenmerk des Lesers wird auf die Begegnungen der einzelnen Personen und ihre Beziehungsfähigkeit und -unfähigkeit gelenkt. Wer bin ich? Wer bist Du? Wie gehen wir miteinander um? Das sind die stets wiederkehrenden Fragen bei jeder Begegnung. Hinzu kommt, dass jede Person ein Päckchen aus der eigenen Vergangenheit mitschleppt und dass diese persönliche Vergangenheit immer auch entscheidend die aktuelle Beziehung zum jeweils anderen belastet. Die Story biedert sich zu keinem Zeitpunkt dem Leser an. Der rote (Krimi)Faden führt zwar stringent bis zum Ende den Leser hindurch, überlässt ihn dabei aber sich selbst und seinem Good Will, an der Geschichte dranzubleiben. Diese Selbstständigkeit bei völligem Fehlen humoristischer oder romantischer Pausen ist anstrengend. Die Geschichte an sich ist eine sehr traurige, deprimierende. Frau Paprotta hat es unterlassen, dem Leser hin und wieder eine Pause bzgl. dieser dunklen Stimmung zu gönnen. Und man muss schon aufpassen, um am Ende nicht zurückzubleiben mit dem Gefühl, dass die Welt zwar gut, alle Menschen darin aber schlecht und abgründig sind. "Die Höhle der Löwin" ist eine gute, ernsthafte, sprachlich und stilistisch herausragende Geschichte und alles andere als Krimi-Fast-Food. Wer sich auf 300 Seiten Ernsthaftigkeit und Sinnsuche einlassen kann und will, wird mit diesem Buch bestens bedient werden.
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Bemerkenswert gut
Zugegeben, der Titel wirkt ein wenig verkrampft. Doch ansonsten ist das eine fein gesponnene, filigrane aber auch bodenlose Geschichte. Dass Oberkommissarin Ina Henkel im Laufe der fortschreitenden Handlung nicht nur den Fall auf eigene Faust aufklärt, sondern - gemeinsam mit dem Leser - auch zunehmend Sympathie mit der Täterin entwickelt, macht das Ganze zu einem psychologisch raffiniert aufgebauten Kriminalroman, etwas, was sonst nur ein Autor wie Georges Simenon vermocht hat. Astrid Paprotta versteht es dabei, die verschiedenen und im unterschiedlichem Grade hoch neurotischen Charaktere gekonnt darzustellen. Die wechselnden Schauplätze in Deutschland sowie in Rumänien machen das Buch ein weiteres Mal spannend. Das Bild der Polizeiarbeit ist recht realistisch gezeichnet, besonders das der von Bürokratie und die wie so immer in weiter Ferne von der Basis arbeitenden Führungskader. Dass das Vorgehen Ina Henkels in manchen Situationen nicht der tatsächlichen Polizeiarbeit entspricht, übersehen wir geflissentlich, halten es aber auch nicht für unwahrscheinlich. Meine Befürchtungen, dass Sabine Postel als Vorleserin meine Erwartungen möglicherweise nicht würde erfüllen können, haben sich übrigens als gegenstandlos erwiesen. Sie ist eine gut ausgebildete Sprecherin und auf diesem Gebiet m. E. wesentlich besser denn als Schauspielerin im Tatort". Fazit: Ein von Anfang bis Ende spannend geschriebener Kriminalroman jenseits der Üblichen, der auch nie der Gefahr erliegt, in die Klischeehaftigkeit zu entgleiten.
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"Eine junge Frau, die das Gewicht der Hölle ...
...auf ihre schmalen Schultern lädt." Der blonde Racheengel. So wurde sie nach dem brutalen Mord an ihrem Lebensgefährten genannt. Jetzt ist Denise Berninger aus der Haft geflohen. Nach bukarest, einer fremden, unbarmherzigen Stadt. Kommissarin Ina Henkel macht sich auf den weg dorthin, auf die Jagd nach einer scheinbar durchgeknallten Frau. Was aber sucht Denise Berninger in Bukarest? Und hat sie vielleicht damals nicht doch das richtige getan? A. Paprotta stellt ihre Kommissarin Ina Henkel auf eine harte Probe und läßt sie vor dem Hintergrund einer fremden Stadt mehr und mehr an dem Sinn ihrer außergewöhnlichen Aufgabe zweifeln... Der Nachfolger von "Die ungeschminkte Wahrheit" beginnt am Ende - und schafft einen Anfang, den sich Ina auch nicht in ihren fast "normalen" Alpträumen hätte vorstellen können. Weitere Morde, Korruption, Entführung, Verschleppung und Erpressung lassen Ina immer mehr zweifeln und verzweifeln und welche Pläne verfolgt die Ex-Fernsehkommissarin? Ein Buch, dass ohne Rücksicht auf Verluste in die vielen psychischen Schichten eines Menschen eindringt und diese bloßlegt. Ich hätte sicher nichts gegen einen weiteren Nachfolger!