Die Suesse des Lebens
雪の町で少女の死体が発見され、精神科医と刑事の視点から事件の奥にある家庭と共同体の歪みが明らかになる犯罪小説。静かな語りが、人の弱さと暴力を浮かび上がらせる。
作品情報
雪の町で少女の死体が発見され、精神科医と刑事の視点から事件の奥にある家庭と共同体の歪みが明らかになる犯罪小説。
雪の町で少女の死体が発見され、精神科医と刑事の視点から事件の奥にある家庭と共同体の歪みが明らかになる犯罪小説。静かな語りが、人の弱さと暴力を浮かび上がらせる。 受賞作としての初出や収録状況を確認し、単独書籍または収録書籍が確認できる場合のみ書誌識別子を採用した。
レビュー要約
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題材の輪郭と語り口の個性が受け止められている。物語の余韻や人物の置かれた状況に注目する読者が多い一方、展開の癖を好みが分かれる点として見る声もある。
書籍情報
- 出版社
- Zsolnay-Verlag
- 発売日
- 2006-08-01
- ページ数
- 296ページ
- 言語
- ドイツ語
- サイズ
- 13.7 x 2.9 x 21.1 cm
- ISBN-13
- 9783552060272
- ISBN-10
- 3552060278
- 価格
- 4665 JPY
Amazon.co.jp: Die Suesse des Lebens : Hochgatterer, Paulus: 本
レビュー
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Allerfeinster Urpsycho
Paulus Hochgatterer vermittelt in diesem hochklassig literarischen Krimi nicht nur eine immens spannende Handlung, sondern gleichfalls das Psychogramm einer österreichischen Kleinstadt. Aus verschiedenen Perspektiven der Akteure fällt in Ich- und personaler Erzählweise das Licht auf die einzelnen Mosaiksteine, die am Ende doch überraschend ein Ganzes ergeben. Die Hauptstränge der Handlung ziehen, ausgehend von einem grausigen Verbrechen, ein Kommissar und ein Psychiater, beide auf ihre Weise introvertierte Männer mit genauem Blick. Interessant auch ein junger Benediktinermönch mit schizophrener Tendenz und iPod-Stöpseln in den Ohren und zwei in düsteren Star-Wars-Phantasien gefangene Söhne einer in Brutalität zerbrechenden Familie. Überhaupt liegt über allem ein psychopathologischer Schleier. Was passt: Die ganze Zeit ist Winter, Schnee deckt alles zu, und der Leser steht da wie in einem Schwarzweißfilm, den er, als befände er sich in der Fremde, erst nach und nach begreift. Ein sehr gut erzählter, psychologisch einfühlsamer Roman, genau und facettenreich, nie langatmig, alle Klischees meidend, voller starker Sätze. Und am Ende ist es doch wieder ein Altlast, an der alles hing und die sogar da widerlicher Verbrechen erklärlich macht. Könnte die Genrebezeichnung Psycho neu vergeben werden, so wäre dieses Buch ein Muster dafür.
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Die dunklen Seiten der Provinz
Der Kinderpsychologe Horn und der Ermittler Kovacs werden mit einem brutalen Mord an einem Rentner konfrontiert. Während die Polizei den Mörder aufzuspüren versucht, betreut Horn die Enkelin des Rentners, die seine Leiche zuerst entdeckte. Die simple Gattung "Krimi" halte ich für diesen Roman für stark untertrieben, gibt Hochgatterer in seinem Werk doch zahlreiche Einblicke in die dunklen gesellschaftlichen Seiten der menschlichen Psyche. So muss sich der Leser im Laufe der Geschichte mit zerstörten Lebensläufen und psychisch labilen Menschen der Kleinstadt auseinandersetzen , die allesamt ihre Probleme und Schwächen mit sich herumtragen und oftmals unfähig sind, diese zu lösen, unabhängig vom sozialen Status. Ein düsterer, sehr intensiver Roman mit viel Tiefgang, der auch sprachlich zu überzeugen weiß.
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Das vergebliche Warten auf Spannung...
Die Rezension dieses Romanes fällt mir sehr schwer, da es sich nicht um einen Kriminalroman (wie behauptet)im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr um eine Milieustudie samt psychotischer und soziopathischer Einwohner, handelt. Als Milieustudie betrachtet ist der Roman gelungen, da die verschiedenen Persönlichkeitsorganisationen authentisch geschildert werden. Als Kriminalroman betrachet schneidet das Buch allerdings nicht besonders gut ab: Der rote Faden wird nicht durchgängig gehalten, was einerseits zu Unverständnis und andererseits zu Langeweile des Lesers führt. Zu wenig Spannung, Handlungen sind nicht schlüssig, das Ende ist verwirrend und aus dem Hut gezaubert. Als Ermittlerduo kann man die beiden Protagonisten Horn (der Psychiater) und Kovac (der Polizist) wahrlich nicht bezeichnen! Wer auf Aha-Erlebnisse oder Highlights wartet, wartet vergebens. Fazit: Für alle psychologisch/psychotherapeutisch/psychiatrisch Interessierten ok, für Krimifans nicht zu empfehlen!
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Null Spannung
Der mit Abstand schlechteste Roman, den ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich ärgere mich tatsächlich, dass ich ihn, in der Hoffnung, er würde mich zum Schluß noch ein wenig gnädig stimmen, zu Ende gelesen habe. Der Autor verkauft sein Werk als Krimi, schafft es aber nicht auch nur ein kleines Fünkchen Spannung aufkommen zu lassen. Alle handelnden Personen bleiben komplett blass, unmotiviert und für den Ausgang dieser unsäglichen Geschichte komplett ohne Bedeutung. Am Anfang beobachtet ein kleines Mädchen wohl den Mord und verliert darüber seine Sprache. Ein Psychologe, den ein talentierter Autor zu einer Hauptfigur gemacht hätte, hilft ihr. Für den Ausgang der Geschichte ist dies jedoch ohne Bedeutung. Es gibt sogar einen Kommissar, der gerne im Winter draußen speist, aber ansonsten den leider nicht vorhandenen Plot logischerweise auch nicht voran treiben kann. Kurz gesagt: dieses Buch sollte man nicht lesen, es ist schlecht.
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Jeder ist irgendwo verrückt
Der Mord am alten Sebastian Wilfert schockiert die kleine Gemeinde von Furth in den Festtagen. Jemand hat ihm das Gesicht zerquetscht - übrig ist nur noch eine blutige Masse. Einzige Zeugin ist die kleine Katharina, Wilferts Enkelin. Doch die spricht seit dem Vorfall nicht mehr und weigert sich, die Spielfiguren von Mensch-ärgere-dich-nicht loszulassen, dass sie mit dem Großvater direkt vor dem Mord gespielt hat. Der Kinderpsychiater Horn hat die Aufgabe, Katharina wieder zum sprechen zu bewegen, doch das ist ein Unterfangen, das Zeit braucht. Währenddessen untersucht Kommissar Kovacz den Mord, der noch eine Zeit lang als Unfall gehandhabt wird. Aber trotz allem geht das Leben in der Kleinstadt weiter und es wird bald offensichtlich, dass der Mord nicht die einzige grausame Tat in Furth bleibt... da ist der Vater, der seiner Tochter die Beine bricht und behauptet, es wäre ein Unfall, der jugendliche Junkie, dessen Eltern nicht die Willensstärke haben, ihm zu helfen und etwas anderes versetzt die Bewohner in Schrecken: Tierleichen werden überall gefunden. Ist der Tiermörder auch der Täter im Fall Wilfert? Hochgatterer zeigt auf erstaunliche Weise, wie tief die menschlichen Abgründe sein können und wie weit jemand gehen kann, wenn er den richtigen Weg nicht mehr erkennt. Auffallend ist, dass der Mord so gar nicht im Zentrum des Romans steht - es sind mehr die kleinen Vorfälle, auf die sich der Autor konzentriert - wie etwa die junge Mutter mit ihrer Wochenbettdepression (sie hält ihr Baby für böse). Es gibt einige Protagonisten, die in abwechselnder Reihenfolge vorkommen - Horn, Kovacz und später auch zwei Ich-Erzähler: Braun, ein Pfarrer und Björn. Langsam fügt sich die gesamte Geschichte zusammen und die Lösung des Rätsels ist alles andere als erwartet... Genial beschreibt Hochgatterer die Abgründe der menschlichen Seele und zeigt, dass jeder Mensch auch eine dunkle Seite hat.